Wie die TrainerInnen-Ausbildung sozialen Wandel durch inneren Wandel im Einzelnen anstossen kann.

Auf welche neuen RYL! TrainerInnen wir uns freuen dürfen und warum es so wichtig ist, die Trainingsinhalte des Mentoring-Programms in der Ausbildung für sich selbst durchzumachen und die Wirkung zu erfahren, erklärt uns Jacqueline Keller, die Verantwortliche für die TrainerInnen-to-be, im Interview.

Liebe Jacqueline, auf welche neuen Trainer und Trainerinnen dürfen sich die künftigen Mentoring-Paare freuen?
Auf TrainerInnen, die jetzt schon hoch motiviert sind, ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit den MentorInnen & Mentees zu teilen und an diese weiterzugeben. Mir fällt immer wieder auf, wie sich die Ausbildungs-Teilnehmenden in die Perspektive der Jugendlichen versetzen und es jetzt schon kaum erwarten können, mit den Trainings zu beginnen. Dieses Jahr haben wir wieder extrem spannende Menschen aus – für RYL! – bereichernden Hintergründen dabei. Beispielsweise haben wir einen Trainer mit dabei, der für die Auswahl der Lehrlinge der Post verantwortlich ist. Er konnte mit uns seine Expertise bezüglich Lehrlingsauswahl und Berufswahl teilen. Wir haben auch eine Trainerin dabei, die im HR arbeitet und uns die aktuellsten Tipps bezüglich qualitativ hochwertigen Bewerbungen geben kann.

Dieses Jahr ist auch speziell, dass wir viele Führungspersonen dabei haben, die schon eine sehr hohe Auftrittskompetenz haben und es gewohnt sind, Seminare zu führen und Gruppen zu leiten. Auch da können wir viel voneinander lernen und uns gegenseitig inspirieren. JedeR TrainerIn bringt einen riesigen Wissens- und Erfahrungsschatz mit, der auch gerne geteilt wird. So kommen z. B. immer wieder Ideen, wie wir unsere Trainings qualitativ verbessern können. Die Teilnehmenen denken strategisch mit und bringen sich aktiv ein.

Die Präsenz unseres Jugend-Mentorings in der Romandie soll kontinuierlich ausgebaut werden, gleichzeitig wird in der italienischsprachigen Schweiz die Gründung des Standorts Lugano vorbereitet. Wie wirkt sich das auf die Ausbildung der TrainerInnen aus?
Es macht die diesjährige TrainerInnenausbildung zu einem besonderen Highlight. Wir bilden aktuell Französisch, Deutsch und Italienisch sprechende TrainerInnen gemeinsam aus. So können wir in der Romandie noch mehr Gas geben und sind ab 2022 mit zwei TrainerInnen bereit, den Italienischsprechenden Standort aufzubauen. Es macht Spass, so viele Sprachen im Training zu haben. Wenn die TrainerInnen untereinander eine Übung machen und ich von Tisch zu Tisch umhergehe, um zu schauen, wie es bei ihnen läuft, dann höre ich die verschiedenen Sprachen und muss immer schmunzeln.

Schon nach zwei Trainingsblöcken haben wir eine sehr schöne Lern- und Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Ich freue mich jedes Mal, sie zu sehen. Wir haben eine tolle Gruppendynamik entwickelt, wo jede Person wertgeschätzt wird und einander geholfen wird.

Alle Methoden und Übungen, die die TrainerInnen-to-be später mit den angehenden MentorInnen und den teilnehmenden Jugendlichen machen, führen sie selber mit sich durch, nicht wahr?
Ja. Unsere TrainerInnen machen eine intensive Ausbildung von 12 Tagen. An diesen Tagen führen sie alle Übungen, die sie später mit ihren Teilnehmenden durchführen, selber für sich durch. Der gleiche Prozess, den die Mentees durchlaufen, machen die TrainerInnen auch, damit sie verstehen, was das alles bedeutet und was das alles auslösen kann. Sie sind jetzt schon begeistert von den Übungen. Es ist eine gelebte Erfahrung davon, wie sozialer Wandel durch inneren Wandel im Einzelnen angestossen werden kann.
Es sind sehr viele hilfreiche Tools dabei, die nicht nur im Alter der Mentees sehr wirksam sind, sondern auch für erwachsene Personen, die mit beiden Beinen im Berufsleben stehen.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung in der individuellen Förderung und Begleitung?
In der aktuell laufenden TrainerInnenausbildung bereiten wir uns bewusst auf die Weiterentwicklung unseres Angebots in Richtung Noline-Mentoring vor. Also eine smarte Kombination digitaler Trainings mit Trainings, die vor Ort und live stattfinden. Letztes Jahr mussten wir etwas improvisieren, weil wir sehr schnell auf Online- und Hybrid-Lösungen umgestellt haben, wobei die Zahl der virtuellen Trainings die live-Angebote weit überwogen hat. Aus all‘ diesen Trainings des letzten Jahres konnten wir sehr viel lernen. Dieses Know-How werde ich in dieser TrainerInnenausbildung weitergeben. Deshalb werden wir z. B. beim nächsten Block einen ganzen Tag bewusst virtuell durchführen. Die TrainerInnen dürfen an diesem Tag dann selber auch via Zoom ihre Anmoderationen und Präsentationen durchführen und auf diese Art und Weise üben.

Eine besondere Stärke von RYL! ist das grosse Netzwerk an Fans, Freelancern und Volunteers. Kannst du eine Wirkung davon auf die TrainerInnenausbildung feststellen?
Ja. Drei unserer TrainerInnen waren schon vor der RYL! TrainerInnenausbildung engagiert: als MPK, MentorIn oder als Unterstützung im Team der Standortverantwortlichen.
Mich freut es besonders, dass wir auch dieses Jahr sehr engagierte Persönlichkeiten angezogen haben. Unter ihnen sind sowohl Menschen aus der RYL! Community als auch solche, die ganz neu auf unsere Organisation gestossen sind.

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